4 Key-Takeaways von Gary Vaynerchuk bei den OMR17

4 Key-Takeaways von Gary Vaynerchuk bei den OMR17

Was steckt hinter dem Hype um „Garyvee”? Ich habe beim meistbeachteten Vortrag der Online Marketing Rockstars Conference genau hingehört.

Viele marketinginteressierte Menschen auf der ganzen Welt, mich eingeschlossen, verfolgen das Wirken des New Yorker Digital-Vordenkers Gary Vaynerchuk – lesen seine Bücher und konsumieren den erfrischenden Content von „Garyvee” auf allen Kanälen. Bei seinem Auftritt auf der Bühne der Online Marketing Rockstars 2017 wurde vor allem eins klar: Der Hype um seine Person ist nicht künstlich aufgebauscht, sondern real. Gefeiert wird Gary inzwischen wie ein Popstar.

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Während seines kurzen Aufenthalts in der Hansestadt wird er überall erkannt und angesprochen: in seinem Hotel am Gänsemarkt, am Hamburger Flughafen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Er kommt aus dem Selfiemachen, für das er sich immer sehr geduldig Zeit nimmt, gar nicht mehr heraus – weder auf der Straße noch auf der großen OMR-Bühne, wo sich die ersten Reihen der Audience während seines Vortrags mit ihm ablichten. Immer mit dabei: Sein Begleiter David Rock („DRock”), der seinen Alltag mit der Filmkamera einfängt und die täglich erscheinende Web-Doku über sein Leben produziert, die den Rummel um seine Person weiter befeuert (Garys Begegnungen und Erlebnisse in Hamburg gibt’s übrigens in DailyVee 177). Aber welche inhaltlichen Beiträge abseits des allgegenwärtigen Promifaktors liefert so ein Marketing-Popstar auf der OMR-Conference? Ehrlich gesagt: eine ganze Menge.

1. Aufmerksamkeit ist das Einzige, das wirklich zählt

Das Allerwichtigste im Vaynerchuk-Vortrag kam aus meiner Sicht gleich zu Beginn: das Spiel mit der Aufmerksamkeit. Bevor man jemandem erzählen kann, wie toll das B2B- oder B2C-Produkt ist, das man zu vermarkten versucht, braucht man die Aufmerksamkeit derer, die man erreichen will. Eine gute Geschichte zu erzählen, ist schon lange nicht mehr genug – nur, wer sie im Moment der Aufmerksamkeit erzählt, hat eine Chance, wahrgenommen zu werden (übrigens eine Perspektive, die wir als Agentur ebenfalls einnehmen). Wer Gary Vaynerchuk kennt, der weiß, dass er sich überall mit „My name is Gary Vaynerchuk and I daytrade attention” vorstellt. So weit nichts Neues also. Bei den OMR17 gibt er dieser Aufmerksamkeitsökonomie aber einen neuen Rahmen – quasi eine Operationalisierungsstufe dafür, wie man mit relevanten Inhalten Aufmerksamkeit erzeugt. Für erfolgreiches Content Marketing im digitalen Zeitalter hat er dabei die Formel „W-H-W” gewählt – das steht für „Who you are”, „How you talk” und „Where you talk”.

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Gary hat Aufmerksamkeit – und zwar im Überfluss. Wenn er postet, lesen es Millionen, wenn er ein Buch schreibt, kaufen es Hunderttausende, wenn er auf dem Rockstars-Festival spricht, lauschen wir alle andächtig. Er arbeitet so hart wie kein anderer an seiner Personal Brand, mit deren Hilfe er Bücher, Merchandising und nicht zuletzt seine Social-Media-Agentur erfolgreich vermarktet. Er investiert in Frühphasen in digitale Startups („I’m not f***ing Nostradamus, I watch the Top 100 apps on the AppStore”), und er hat den für ihn wichtigsten Kanal entdeckt, der ihm all das ermöglicht: Videos – bei YouTube, bei Facebook, bei Instagram; manchmal geschnitten und postproduziert, manchmal live und unpoliert. Das OMR-Publikum regte er im Übrigen dazu an, nicht blindverkostet seinem Vorbild zu folgen, sondern einen eigenen Weg durch das W-H-W-Modell zu finden, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Besonders bei der Wahl des richtigen Kanals ist, trotz des großen Video-Hypes, klar, dass kamerascheue Menschen mit „kreativer Schreibe” beim Bloggen (z.B. auf Medium) erfolgreicher Content produzieren als bei YouTube. Übrigens: Lange redaktionelle Texte mit mehreren Absätzen nativ bei Facebook und Instagram posten anstatt auf einem externen Blog-Medium zu publizieren – daran probiert Gary gerade auf seinen Kanälen herum, offenbar erfolgreich.

2. Get f***ing practical!

Der Moment, bei dem es sicher einigen OMR-Konferenzteilnehmern etwas unbehaglich zumute wurde, war im Mittelteil de Keynote, als der fluchende Amerikaner auf der Bühne plötzlich in die (entspannt in bequemen Konferenzstühlen zurückgelehnte) Menge fragte: „Wie viele von euch haben eigentlich schon mal ein Facebook- oder Snapchat-Ad geschaltet?”

Das ist Garys Appell an die OMR-Crowd, pragmatischer zu werden. „Vergesst den tollen DJ und die Inspiration und all das hier”. Man merkt ihm an, wie sehr ihm die für unsere Branche typische Selbstbeweihräucherung und das gegenseitige Schulterklopfen aller Beteiligten gegen den Strich geht. Gary unterscheidet zwischen „Headline Readers” – also denen, die von Social Media in der Fachpresse lesen und dann darüber reden – und den „Practitioners” – denen, die wirklich in der Lage sind, komplexe Marketingstrategien in digitalen Kanälen umzusetzen. Am liebsten wären alle gern die „Architekten des Marketings” anstatt die Umsetzer mit entsprechenden Microskills, findet er.

Und seine Ansage kommt nicht von ungefähr: Gary Vaynerchuk selbst ist vielmehr Pragmatiker als strategischer Kopf – seine Karriere als „Marketing-Guru” und Agentur-CEO begann damit, den Weinhandel seines Vaters mit den (im Jahr 2005 zur Verfügung stehenden) Mitteln des digitalen Marketings von 3 auf 60 Mio. US-Dollar zu bringen: Google AdWords, E-Mail-Marketing und, als einer der Ersten damals, mit YouTube-Videos. Bevor er also der gehypte „Garyvee” wurde und große Bühnen betrat, war Gary ein Umsetzer – mit Microscills beim Handling von E-Commerce, SEA und Social Media.

„Start f***ing executing!”, sagt er bei den OMR auch mit Blick auf die hervorragende ökonomische Entwicklung in der Internetwirtschaft, die aber seiner Überzeugung nach nicht immer so hervorragend bleiben wird. Für Gary ist klar: Wer selber ausprobiert, anstatt den zugehörigen Tech-Crunch-Artikel zu lesen, hat die größte Chance, auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

3. „Volontier’ doch mal einen Tag im Altersheim!”

Gary steht auf Kriegsfuß mit den Lamentierern und dauerhaft Unzufriedenen dieser Welt. Das immense Chancenpotenzial, das das Leben bietet, kann in seinen Augen nur richtig nutzen, wer „einfach macht” anstatt immer nur drüber zu reden, was alles nicht funktioniert oder schlecht läuft. Gary gibt eine klare Empfehlung ab an die, die davor zurückschrecken, ihre Ideen in die Tat umzusetzen: „Volontier’ doch mal einen Tag im Altersheim!”. Hier könne man am eigenen Leib miterleben, was für Gary wirklich beängstigend scheint („scares the sh*t out of me”): Menschen, die im hohen Alter all die Dinge bereuen, die sie nicht getan haben. Zugegeben – keine leichte Kost für eine Keynote, aber es bringt ein wenig Kontext in die Situation derer, die scheitern, weil ihnen Probleme und Ängste im Weg stehen. Reue über Unversuchtes ist für Vaynerchuk offenbar das Allerschlimmste – viel schlimmer als das Scheitern. Außerdem bringe einen Lamentieren im Leben ja sowieso nicht weiter: „Es gibt nur zwei Gruppen von Leuten, die dir zuhören, wenn du lamentiert. Die eine Gruppe sind etwa vier bis fünf Leute – deine Mutter, dein Partner – also die, die dir zuhören ‚müssen’. Die zweite Gruppe: deine ganzen anderen Loser-Freunde”.

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4. Eine Website-Empfehlung vom Marketing-Guru

Für alle aktuellen oder werdenden Pragmatiker, die sich fragen, wo genau man nachsehen kann, wie man Zielgruppen im Facebook-Ads-Manager einstellt, Remarketing-Maßnahmen an Content-Konsumenten durchführt oder Influencer bei Instagram für sich nutzt, hat Gary eine klare Website-Empfehlung, die er auf der OMR-Stage langsam und zum Mitschreiben für alle 5.000 Konferenzteilnehmer buchstabiert: G-O-O-G-L-E. Einfach mal im Suchfeld eingeben, welche konkreten Fragen man zum Thema Social Media hat. Meistens findet man auf Anhieb dezidierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen – oder wie Gary sagt: „600.000 f***ing results!”.

Foto: Online Marketing Rockstars, Christopher Kurr

http://www.fischerappelt.de/blog/4-key-takeaways-von-gary-vaynerchuk-bei-den-omr17/

Studie: 88,5 Prozent der Deutschen begrüßen Video-Werbung auf redaktionellen Seiten

Studie: 88,5 Prozent der Deutschen begrüßen Video-Werbung auf redaktionellen Seiten

Video-Werbung im redaktionellen Kontext, also außerhalb von Video-Inventar, wird von 88,5 Prozent der deutschen Internetnutzer akzeptiert. Wichtig ist für die User dabei, dass die Werbung zum redaktionellen Inhalt passt, in dem sie platziert ist und dass ein Mehrwert erkennbar ist. Dies ergaben Untersuchungen von Teads, dem Erfinder von Outstream-Video-Werbung. Hierfür wurden 1.000 Konsumenten aus Deutschland zwischen 14 und 75 Jahren in einer repräsentativen Studie befragt.

Bewegtbild wird der Renner

Redaktionelle Websites, die Texte und Bilder liefern, sind bei Internetnutzern nach wie vor beliebt. Denn obwohl das Thema Online-Video gerade sehr populär ist und Konsumenten monatlich im Durchschnitt 12,7 Stunden mit Video-Content verbringen, beschäftigen sich Internetnutzer mehr als doppelt so lang mit Social Streams und News Feeds, nämlich durchschnittlich 28,3 Stunden [1].

Ein weiterer Beleg dafür, dass Internetnutzer den Wert redaktioneller Inhalte schätzen, ist die Zahlungsbereitschaft: 31 Prozent der Deutschen waren 2013 laut BITKOM bereit, für diese Inhalte zu bezahlen. Noch im Jahr 2009 waren es lediglich 16 Prozent der Nutzer [2].

Deutlich stärker akzeptiert als Bezahlschranken ist die traditionelle Finanzierung
redaktioneller Websites in Form von Anzeigen. Nachdem die von Teads befragten
Konsumenten eine Video-Anzeige im redaktionellen Beitrag gesehen hatten, waren nur noch 11,5 Prozent bereit, für die werbefreie Alternative zu bezahlen. Ein Grund: 60 Prozent der Befragten erkannten in der Video-Werbung einen deutlichen Mehrwert zum Seiteninhalt. Zudem sind die Störfaktoren von affin platzierter Bewegtbildwerbung in redaktionellen Umfeldern vergleichsweise gering. Lediglich 17 Prozent der Befragten fühlten sich etwa imUmfeld von Automobilthemen durch die Schaltung von Videowerbung auf redaktionellen Seiten „überwiegend gestört“. Insgesamt bevorzugen laut der Studie 88,5 Prozent die Ausspielung von Videowerbung gegenüber werbefreien Bezahlmodellen.

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Instream + Outstream = 100%

Für mich ist die Sache klar: Wer als Werbungtreibender seine Zielgruppe mit Bewegtbildinhalten zu 100 Prozent ihrer Online-Zeit erreichen will, muss sie sowohl innerhalb des Videostreams als auch „Outstream“ platzieren. Nahezu alle großen Verlagshäuser in Deutschland arbeiten inzwischen mit Outstream-Videoformaten. Besonders redaktionelle Websites im Premium-Segment können dabei ihren Wert den Internet-Usern gegenüber inzwischen viel besser kommunizieren. Durch die Platzierung von relevanten Videoanzeigen, die im passenden Umfeld einen echten Mehrwert bieten, wird die redaktionelle Qualität unterstrichen. Für Akzeptanz und Werbewirkung von Outstream-Werbung ist dabei gleichermaßen entscheidend, dass man dem User die freie Entscheidung überlässt, ob er eine Videoanzeige ansehen oder sich ausschließlich auf den redaktionellen Content fokussieren möchte.

Hintergrund:

Im Juli 2014 untersuchte Teads die Nutzerakzeptanz von Native Video Advertising
gegenüber Bezahlschranken auf redaktionellen Online-Seiten. Hierzu wurden in Kooperation mit der Hochschule Fresenius 1.000 Kosumenten in Deutschland befragt.

Externe Quellen:

[1] IAB & PwC Report (2013): “Average time spent online monthly” in Europa, USA & Lateinamerika

[2] BITKOM (2014). Jeder Vierte zahlt für redaktionelle Inhalte im Internet. Verfügbar unter: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_78373.aspx (22. Juni 2014).

und

BITKOM (2009). Noch kein Ende der Kostenlos-Kultur im Internet in Sicht
Verfügbar unter: http://www.bitkom.org/de/presse/62013_61351.aspx (1. Dezember 2014)

Grafiken und Bilder zum Download:

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Infografik: Akzeptanzstudie zu Outstream Video Advertising:

http://www.frauwenk.de/mediaserver/Teads/TeadsAkzeptanzstudie_inRead_ger_web_florian.pdf

Die Tage von nicht-überspringbaren PreRolls sind gezählt!

Die Tage von nicht-überspringbaren PreRolls sind gezählt!

Ganz im Ernst? Pre-Rolls sind ein Modell von Vorgestern. 54 Prozent aller Online-Anzeigen sind laut ComScore unsichtbar. Bei Pre-Roll-Videoanzeigen dürfte der Wert sogar noch höher liegen, denn User haben blitzschnelle Reflexe entwickelt, diese Anzeigen aktiv zu vermeiden. Internetnutzer sind nicht in derselben Stimmung, wie Fernsehzuschauer, die am Ende eines langen Tages im Halbschlaf zu faul sind, den Kanal während der Anzeigenpausen zu wechseln.

Die dmexco 2014 kann der Start für neue Videoprodukte sein

Es dauert nur noch wenige Tage bis zur dmexco 2014 in Köln. Am Mittwoch, den 10. September, und am Donnerstag, den 11. September, werden beinahe alle Hotels in Köln und Umgebung ausgebucht sein. Denn die „Digital Marketing Exposition and Conference“ lockt Online Marketer aus der ganzen Welt heran. Knapp 800 Aussteller aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten werden ihre Unternehmen sowie ihre Leistungen präsentieren. Zu ihnen zählt auch Teads (früher Ebuzzing) – ein Technologieanbieter für Outstream Video Advertising.

 

Selfie-Time: Das Team von Ebuzzing& Teads freut sich auf die dmexco 2014
Selfie-Time zur Akquisition von Ebuzzing durch Teads: Das Team heißt die neue Brand kurz vor der dmexco 2014 willkommen.

 

Erzwungene und unterbrechende Video-Werbung: nicht mit uns!

Ebuzzing wurde 2005 gegründet und ist nun Teil der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe, dem führenden Technologieanbieter für Outstream Video Advertising. In diesem Bereich entwickelt Ebuzzing die innovativsten und zugleich effektivsten Werbeformate, mit denen bisher über 7.000 Kampagnen in mehr als 73 Ländern auf der ganzen Welt erfolgreich ausgesteuert wurden.

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Videowerbung wird so gut wie immer weggeklickt, aber trotzdem abgerechnet

Instream-Formate wie Pre-Roll und Post-Roll sind meist aufdringlich, die damit verbundenen Views erzwungen. Die Sichtbarkeit von Videowerbung ist zudem schlecht: Nicht einmal jede zweite Videowerbung wird gesehen – abgerechnet aber sehr wohl. Darauf basierend hat Ebuzzing & Teads sein Produktportfolio entwickelt. Es unterteilt sich in vier Bereiche: Ebuzzing Social, Ebuzzing Media, Ebuzzing Mobile und Ebuzzing Impact. Für die dmexco 2014 interessant sind vor allem diese Services:

  • Das von der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe entwickelte Outstream-Format inRead und inRead Mobile: Bewegtbildwerbung wird mit Oustream-Formaten wie inRead außerhalb des Videostreams auf redaktionellen Online-Angeboten direkt zwischen zwei Absätzen eines Artikels platziert. User entscheiden dabei selbst, ob sie ein Video ansehen möchten oder nicht. Ein entscheidender Vorteil von Outstream Video Advertising ist die unschlagbare Reichweite im Premium-Segment. Während Premium-Videoinventar, das als Basis für PreRoll-Werbung dient, weltweit äußerst begrenzt ist, erschließt Ebuzzing & Teads nahezu unbegrenztes Premium-Inventar für Bewegtbild. Das inRead-Format kann auf jeder Website platziert werden, ohne dass es dafür eigener Videoinhalte seitens der Publisher bedarf..
  • Das View-to-Pay Prinzip: Werbetreibende bezahlen ausschließlich für 100 Prozent durchgesehene Videos (Cost per Completed View). Wird das Video vom Nutzer überscrollt und der Player damit zu weniger als 50 Prozent angezeigt, pausiert das Video automatisch und Advertisern wird ausdrücklich kein abgebrochener View berechnet. Das ist die Antwort von Ebuzzing & Teads auf das Viewability-Problem der Branche.